
Andy Hamilton und James Wade sind die großen Gewinner am letzten Spieltag der PDC Premier League. Nach dem Titelverteidiger Gary Anderson scheitert auch der Vorjahresfinalist Adrian Lewis.
Simon Whitlock – Adrian Lewis 8:6
Simon Whitlock ging als sicherer Halbfinalist in den letzten Spieltag. Der Australier konnte sich aber nicht auf dem bereits Erreichten ausruhen, da bei einer Niederlage der vierte Tabellenplatz möglich gewesen wäre.
Und diesen Platz möchte man nach Möglichkeit umgehen, wenn man nicht sofort auf Phil Taylor treffen möchte. Adrian Lewis hingegen ging als Vierter nach dem 13. Spieltag ins Rennen und musste unbedingt gewinnen, um sicher weiter zu kommen.
Bei einem Unentschieden hätte er auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen müssen. Und der World Champion begann die Partie standesgemäß, über ein 4:1 erspielte sich der Engländer eine 5:2 Führung.
Im achten Leg warf Lewis fünf perfekte Darts zu Beginn, doch Whitlock konterte mit einem 14-Darter und einem 77er Finish. Im nächsten Leg hatten beide Spieler Chancen auf Doppel und der „Wizard“ nutzte dann eine der Möglichkeiten zum Rebreak.
Das Spiel war nun bis zum 6:6 ausgeglichen und die letzten beiden Legs mussten die Entscheidung bringen. Lewis stellte sich auf 69 Rest und erhielt von Whitlock einen schweren Schlag mit einem 140er Finish.
Im letzten Leg stellte sich Lewis auf 40 Rest, doch die Doppel 16 besiegelte das Aus des World Champion. Für Simon Whitlock war der zweite Platz nun definitiv sicher und er konnte nun abwarten, wer sein Gegner sein würde.
| Statistiken | 100 | 140 | 180 | Ave. |
| Lewis | 18x | 7x | 3x | 94,70 |
| Whitlock | 19x | 9x | 5x | 96,19 |
Andy Hamilton – Kevin Painter 8:1
Nun stand das nächste direkte Duell auf dem Programm, nur ein Sieg würde einem der beiden Spieler weiter helfen. Kevin Painter spielte eine ausgezeichnete Saison, doch ausgerechnet am entscheidenden letzten Spieltag zeigte „The Artist“ seine schlechteste Leistung.
Andy Hamilton geriet nie in Gefahr, diese Partie zu verlieren und holte sich einen sicheren 8:1 Erfolg. Dank der Höhe des Erfolgs war „The Hammer“ auch das Halbfinale schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu nehmen.
Damit krönte der WM-Finalist eine starke Saison, mit 6 von acht möglichen Punkten in den letzten vier Spielen rollte Hamilton das Feld von hinten auf. Hamilton war neben Taylor der einzige Spieler, der in der Rückrunde nur eine Niederlage kassierte.
| Statistiken | 100 | 140 | 180 | Ave. |
| Hamilton | 6x | 5x | 4x | 90,86 |
| Painter | 10x | 6x | 2x | 89,51 |
James Wade – Raymond van Barneveld 7:7
Nun wurde es richtig dramatisch im Kampf um den letzten freien Platz. „Barney“ musste unbedingt gewinnen, „The Machine“ reichte hingegen schon ein Unentschieden.
Der Niederländer führte zur Pause mit 4:2 und war auf einem guten Weg in Richtung Halbfinale. James Wade nutzte die Unterbrechung und kam mit neuem Elan zurück auf die Bühne.
Vier Legs in Folge gingen an den Engländer, der damit nur noch ein Leg zum Unentschieden brauchte. Noch vor einem halben Jahr wäre van Barneveld zu diesem Zeitpunkt aus der Partie gewesen, doch nun kämpfte er und wurde belohnt.
Ein 161er Finish und ein 80er Finish mit 5, 25 und Bullseye brachten ihm das 6:6. Im dreizehnten Leg verpasste Wade ein 164er Finish und anschließend traf auch „Barney“ nicht das Bullseye zum 124er Finish.
Wade checkte die 37 Rest nicht und so ging das Leg doch noch an van Barneveld. Das letzte Leg musste nun entscheiden, wer in das Halbfinale der Premier League einziehen würde. Wade hatte den Vorteil und nutze diesen dann auch.
Nach Scores von 60, 180, 140 und 81 traf er sicher die Doppel 20 zum 13-Darter und belegte damit am Ende den vierten Platz. Andy Hamilton belegt punktgleich mit dem besseren Legverhältnis den dritten Platz und trifft nun auf Simon Whitlock.
Mit diesem Tipp hätte man im Vorfeld der Premier League bestimmt gute Quoten bei den Buchmachern bekommen. Wade trifft nun auf Phil Taylor während Raymond van Barneveld punktgleich ausgeschieden ist.
| Statistiken | 100 | 140 | 180 | Ave. |
| Barneveld | 31x | 7x | 3x | 94,86 |
| Wade | 17x | 14x | 3x | 96,99 |
Gary Anderson – Phil Taylor 7:7
Für beide Spieler ging es um nichts mehr, trotzdem wurde es eine hochklassige Partie. Für Taylor war es ein gutes Training für das Finale in einer Woche, für Anderson eine weitere Gelegenheit, um neuen Mut zu schöpfen.
Seit der WM war der „Flying Scotsman“ in einer Krise, mangelndes Selbstvertrauen, eine Formkrise und dazu noch der Verlust des Vaters sorgten schon früh dafür, dass Anderson seinen Titel nicht würde verteidigen können.
Mit drei unentschieden in den letzten Wochen ließ Gary Anderson aber eine stetig ansteigende Formkurve erkennen und dies erkannte auch Phil Taylor an. Taylor führte nicht ein einziges Mal in dieser Partie und ein 14-Darter brachte ihm im letzten Leg noch einen Punktgewinn ein.
Zuvor hatte der Schotte mit einem starken 11-Darter für das sichere Unentschieden gesorgt. Neben dem Finale der Premier League steht am kommenden Donnerstag auch das Endspiel der PDC World Youth Championship zwischen Michael van Gerwen und James Hubbard auf dem Programm.
| Statistiken | 100 | 140 | 180 | Ave. |
| Taylor | 17x | 13x | 4x | 105,41 |
| Anderson | 19x | 9x | 3x | 96,08 |
Finale der PDC Premier League 2012
am 29. Mai aud der Londoner o2 Arena:
Simon Whitlock - Andy Hamilton
Phil Taylor - James Wade
Best of 15 legs
PDC Unicorn World Youth Championship Final
Michael van Gerwen - James Hubbard
Best of 11 legs
McCoy's Premier League Darts Final
Taylor/Wade - Whitlock/Hamilton
Best of 19 legs
Abschlusstabelle PDC Premier League 2012:
| Platz | Spieler | Spiele | Siege | Unents. | Niederl. | Leg-Diff. | Pkt. |
| 1. | Phil Taylor | 14 | 11 | 2 | 1 | 51 | 24 |
| 2. | Simon Whitlock | 14 | 7 | 2 | 5 | -1 | 16 |
| 3. | Andy Hamilton | 14 | 4 | 5 | 5 | 0 | 13 |
| 4. | James Wade | 14 | 5 | 3 | 6 | -6 | 13 |
| 5. | R. van Barneveld | 14 | 4 | 5 | 5 | -11 | 13 |
| 6. | Adrian Lewis | 14 | 4 | 4 | 6 | -8 | 12 |
| 7. | Kevin Painter | 14 | 5 | 1 | 8 | -12 | 11 |
| 8. | Gary Anderson | 14 | 3 | 4 | 7 | -13 | 10 |

















