Die dritte Regentschaft von Phil Taylor als European Champion
Monday, 02 August 2010 09:47
NO TRANSLATION AVAILABLE Phil Taylor wurde auch in Dinslaken seiner Ausnahmestellung einmal mehr gerecht und hat sich zum dritten Mal die Krone des European Champion aufgesetzt. Das Endspiel gegen Wayne Jones war eine deutliche Angelegenheit, zuvor musste „The Power“ aber einen beschwerlichen Weg beschreiten.
Terry Jenkins – Jamie Caven 10:6
Eröffnet wurde der Finaltag von Terry Jenkins und Jamie Caven, die vor einmal mehr ausverkauftem Haus das erste Halbfinale bestritten. Jenkins war nach seinem Erfolg gegen Simon Whitlock hoch motiviert und holte sich die ersten drei Legs.
Jamie Caven merkte man schon etwas an, dass es für ihn erst das zweite Viertelfinale bei einem Major Turnier überhaupt war. Nach großartigen Leistungen in den ersten beiden Partien kam „Jabba“ etwas spät ins Spiel. Jenkins führte 4:2 und 6:4, Caven gab noch einmal alles und glich die Partie zum 6:6 aus.
Im dreizehnten Leg warf „The Bull“ ein 161er Finish, das ihn wieder zurück in die Bahn brachte. Vier Legs in Folge gingen an Jenkins, der sich mit einer Doppel 20 den Platz im Halbfinale sicherte.
Colin Lloyd – Ronnie Baxter 10:7
Ronnie Baxter hatte sich durch zwei Last Minute Erfolge in diese Runde spielen können und traf auf einen Colin Lloyd, der nach dem Sieg gegen James Wade zu alter Stärke zurückfand. Lloyd war es auch, der das erste Break der Partie schaffte und somit ging „Jaws“ trotz eines 120er Finish von Baxter mit einem 3:2 in die erste Pause.
Baxter kam nach der Unterbrechung besser ins Spiel und holte sich mit 5:4 erstmals die Führung. Als „The Rocket“ dann drei Darts auf Doppel nicht nutzte, war Lloyd zur Stelle. Er glich die Partie aus und legte mit einem 116er Finish zum 7:5 nach. Nach einem 90er Finish von Baxter zum 6:7 war der Engländer erneut nicht treffsicher genug und dies wurde einmal mehr von Lloyd bestraft.
"Jaws“ checkte 70 und war nicht nur in dieser Phase sehr zielsicher, wenn es auf die Doppel ging. Ein 146er Finish hielt Baxter ein weiteres Mal in der Partie, doch im anschließenden Leg traf Lloyd seinen ersten Matchdart zum Sieg.
Phil Taylor – Mark Walsh 10:4
In der Partie zwischen Phil Taylor und Mark Walsh wurde der Halbfinalgegner von Terry Jenkins ermittelt. Obwohl „The Power“ nicht zu Topform auflaufen konnte, reichte es am Ende doch zu einem sicheren Erfolg über „Walshie“.
Mark Walsh nutzte den schwachen Start des Titelverteidigers und holte sich die ersten beiden Legs. Ein kleiner Zwischenspurt sorgte dann für eine 5:2 Führung von Taylor, der kleine Unsicherheiten seines Gegners sofort ausnutzte.
Die zweite Hälfte der Partie verlief ähnlich, erneut holte Walsh zwei Legs, bevor Taylor mit fünf Durchgängen in Serie antwortete. Mit einem 128er Bullfinish warf sich Taylor in die nächste Runde. Mark Walsh war nach der Partie niedergeschlagen, er hatte durchaus Chancen gehabt, das Spiel offener zu gestalten.
Wayne Jones – Raymond van Barneveld 10:8
Nun rechneten die meisten der Fans mit einem Erfolg von „Barney“, doch das Halbfinale sollte von Wayne Jones komplettiert werden. Der „Wanderer“ hat sich eine gute Gelegenheit ausgesucht, um zum ersten Mal in seiner Karriere gegen van Barneveld zu gewinnen.
Lange Zeit war es eine sehr spannende und auch hochklassige Partie, die vom Niederländer mit einem 164er Finish im ersten Leg eröffnet wurde. Im Anschluss wechselte die Führung einige Male, bevor Jones mit einem 94er Bullfinish auf 8:6 davon zog.
„Barney“ verkürzte noch zweimal, doch ein 102er Finish zum 9:7 und ein 81er Bullfinish zum 10:8 brachten Wayne Jones zum zweiten Mal in seiner Karriere in das Halbfinale eines Major Turniers.
Wayne Jones – Colin Lloyd 11:10
Wayne Jones musste dann nach einer Pause auch als erster Spieler auf die Bühne zum Halbfinale gegen Colin Lloyd. Neben dem Finalticket stand für beide Spieler als weiterer Anreiz auch die sichere Teilnahme am nächsten Grand Slam of Darts auf dem Spiel.
Und sie gaben alles, es wurde der Auftakt zu zwei legendären Halbfinalpaarungen. Colin Lloyd führte, nachdem Jones das erste Leg gewann, die meiste Zeit in dieser Partie, doch er wurde noch von Jones abgefangen. Lloyd führte mit 5:2 und traf dann auch ein schönes 110er Finish zum 6:3.
Nach drei Legs in Folge wurde es spannend, denn Wayne Jones glich zum 6:6 aus. Die Doppel 18 zur Führung verpasste er allerdings und so holte sich Lloyd das Leg. Der „Wanderer“ checkte anschießend 72 und nutzte dabei seltene Fehlwürfe seines Gegners zur ersten Führung seitdem er Leg 1 gewinnen konnte.
Lloyd meldete sich mit einem 104er Finish zurück und legte gleich noch eine Doppel 20 zum 10:9 nach. Mit einem 86er Finish brachte Wayne Jones das Spiel in das einundzwanzigste und letzte Leg. Beide Spieler gaben nun noch einmal alles und den ersten Dart auf Doppel hatte Colin Lloyd. Bei 122 Rest traf „Jaws“ zweimal die Treble 18, doch die Doppel 7 verfehlte knapp ihr Ziel.
Eine weitere Chance bekam er allerdings nicht, denn Jones hatte sich mit einer 140 einen Rest von 61 gestellt und traf sicher die Treble 15 und Doppel 8 zum Match. Wayne Jones spielte sich zum ersten Mal mit diesem Erfolg in ein Major Finale der PDC, nachdem er 1999 schon im Finale der BDO World Masters stand.
Phil Taylor – Terry Jenkins 11:10
Nach diesem spannenden Auftakt der Abend-Session rechneten die meisten Fans nun mit einem deutlichen Ausgang des zweiten Halbfinals, doch da hatten sie die Rechnung ohne Terry Jenkins gemacht. „The Bull“ hielt die Partie mit einer starken Leistung von Beginn an offen.
Bis zum 4:4 war es komplett ausgeglichen, bevor Taylor mit Legs von 13, 11 und 15 Darts etwas Abstand gewinnen konnte. „The Power“ hielt dieses eine Break auch bis zum 9:6, doch Jenkins kam in seiner besten Phase noch einmal zurück.
Mit einem 122er Bullfinish schaffte er das Rebreak und plötzlich stand es 9:9. Im nächsten Leg hatte Jenkins dann sogar die Chance zur Führung, doch dieses Mal verfehlte er das Bullseye und Taylor setzte seinen dritten Dart in die Doppel 16. Jenkins, der für seine Hartnäckigkeit bekannt ist, legte noch einmal nach und checkte 71 zum 10:10.
„The Power“ eröffnete das letzte Leg gleich mit einer 177 und die Partie war nach der folgenden 21 von Jenkins damit eigentlich schon entschieden. Taylor setzte nun konsequent nach und warf ein 105er Finish zum knappen Sieg.
Phil Taylor – Wayne Jones 11:1
Im Finale wurde es dann deutlich. Wayne Jones hatte einige Chancen, unter anderem im ersten Durchgang, zum Leggewinn. Besonders in einem Finale muss man jede Chance gegen einen Phil Taylor nutzen. „The Power“ schaffte schnell drei Breaks und die Partie war zur ersten Pause beim 5:0 Zwischenstand bereits entschieden.
Im achten Leg traf Jones dann die Doppel 18 zum 116er Finish, Taylor zeigte aber sofort, wer der Herr im Hause ist. Es folgte ein 12 Darter und ein 121er Finish zum 9:1. Der „Wanderer“ gab weiterhin alles und stellte sich auch mit einer 180 im nächsten Leg auf ein Finish, doch Taylor checkte 84 zum 11-Darter und stand kurz vor dem Erfolg.
Mit einer Doppel 14 beendete Phil Taylor dann ein einseitiges Finale, der Erfolg brachte ihm den dritten Titel in Folge bei der European Championship. Wayne Jones kann aber trotz der Finalniederlage mit seinem Abschneiden mehr als zufrieden sein.
Aus den Händen vom Dinslakener Bürgermeister Michael Heidinger erhielt Phil Taylor dann die verdiente Trophäe.
„Ich bin begeistert“, sagte Phil Taylor. „Ein weiterer Titel, vor allem so kurz nach der World Matchplay in der letzten Woche.“
„In Blackpool musste man aber nur ein Spiel pro Tag bestreiten, hier hat man drei Spiele am letzten Tag, da muss man körperlich und geistig in Topform sein.“
„Terry hatte mich schon leicht in den Seilen, die 177 im letzten Leg hat mich gerettet. Dies ist ein perfekter Sommer für mich.“
Wayne Jones, der mit ₤20.000 den größten Zahltag in seiner Karriere hatte, kann auf ein beeindruckendes Turnier zurück blicken. Mit Erfolgen über Adrian Lewis, Robert Thornton, Raymond van Barneveld und Colin Lloyd hat er sich die Teilnahme am Grand Slam of Darts redlich verdient. Dieses Turnier bedeutet dem „Wanderer“ sehr viel, denn es findet in seiner Heimat Wolverhampton statt.
„Ein Finale so deutlich zu verlieren ist natürlich enttäuschend“ fügte Jones an, „trotzdem ist es ein denkwürdiges Wochenende für mich. Phil war genial und ich konnte nicht viel daran ändern.“
„Ich habe aber einige Topspieler besiegen können und dies ist großartig, ich beginne, die Bühnenspiele zu genießen.“
Mit der Siegerehrung ging eine Veranstaltung zu Ende, die Maßstäbe für den Dartsport in Deutschland setzen konnte. Vier Tage lang gab es die beste Stimmung in der Stadthalle Dinslaken und SPORT1 hat mit seinen Live-Übertragungen das Event in alle Haushalte gebracht.
European Championship 2010, Tag 3
Sunday, 01 August 2010 07:47
NO TRANSLATION AVAILABLE Die PDC European Championship gehen in ihre entscheidende Phase. Am dritten Tag in der Stadthalle Dinslaken wurden die acht Spieler ermittelt, die heute ab 14:00 Uhr das Viertelfinale bestreiten werden.
Am Abend stehen dann die Finalpaarungen auf dem Programm, SPORT1 überträgt Live zu folgenden Zeiten:
14:00 Uhr -17:00 Uhr,
19:00 Uhr – 22:15 Uhr und
22:45 Uhr – 0:00 Uhr.
Alle Partien sind auch im Livestream auf Sport1.de zu sehen.
Mark Walsh – Jelle Klaasen 10:7
Mark Walsh und Jelle Klaasen eröffneten am Nachmittag die erste Session des Tages. Der Niederländer Klaasen kam schlecht in die Partie und lag schnell mit 1:6 zurück. Ihm gelang zwar ein 124er Finish im dritten Leg, ansonsten bestimmte Mark Walsh aber die Auftaktphase.
Nach dem fünften Leg gab es die erste Pause und dort wechselte der „Matador“ seine Darts. Die neuen Arbeitswerkzeuge schienen auch gleich ihre Wirkung zu zeigen, denn ihm gelang eine 180 im sechsten Leg. Beim Wurf auf die Doppel war Klaasen aber erneut nicht zielsicher genug.
Walsh setzte sich dann mit 8:2 immer weiter ab und konnte auch beruhigt das Zwischenhoch seines Gegners, wo er unter anderem einen 10-Darter werfen konnte, abwarten. Vier Legs in Folge gingen an Klaasen, doch „Walshie“ behielt die Nerven und checkte 128 zum Match.
Terry Jenkins – Simon Whitlock 10:8
Der Weg von Simon Whitlock in die Top 4 der PDC wurde von Terry Jenkins etwas gebremst. Nach seinem knappen Erfolg gegen Andree Welge zeigte „The Bull“ auch gegen den Australier eine starke Leistung. Es war eine spannende Partie in der sich keiner der beiden Akteure in den ersten vierzehn Legs absetzen konnte.
Als Whitlock im fünfzehnten Leg zwei Darts auf Doppel vergab war Jenkins zur Stelle und er traf die Doppel 14 zum Break. Jenkins legte sofort nach und beim Stand von 9:7 führte erstmals in dieser Partie ein Spieler mit mehr als einem Leg Vorsprung. Der „Wizard of Oz“ hatte dann zwei Darts zum Ausgleich, doch er verfehlte erneut und Jenkins setzte seinen dritten Matchdart mitten in die Doppel 20.
Ronnie Baxter – Wes Newton 10:9
Noch spannender wurde es in der nächsten Partie, wo erstmals an diesem Tag alle möglichen Legs ausgespielt wurden. Beide Spieler hatten sich erst spät am Vorabend für die zweite Runde qualifizieren können und mussten nun erneut ans Board.
Newton schien die kurze Pause nichts ausgemacht zu haben, denn er beendete das erste Leg gleich mit einem 170er Finish. Zur Pause führte Newton mit 3:2, doch Ronnie Baxter leitete mit einem 104er Finish die Wende ein. Vier Legs in Folge gingen an „The Rocket“ zu einer 6:3 Führung.
Diesen Vorsprung hielt Baxter auch bis zum 9:6, doch kurz vor dem Sieg drehte Newton noch einmal auf. Er gewann drei Legs in Folge zum 9:9 und das letzte Leg musste entscheiden. Hier überboten sich Beide mit Fehlwürfen, die Anspannung war deutlich zu spüren. Baxter hatte das Leg eröffnet und auch einen kleinen Vorsprung, um nach zwei Fehlwürfen noch einmal ans Board gehen zu dürfen und mit einer Doppel 10 den Sieg sicher zu stellen.
Wayne Jones – Robert Thornton 10:4
Zum Abschluss der Nachmittagssession gewann Wayne Jones seine Partie sicher gegen Robert Thornton. Nach einer schnellen 4:0 Führung war der „Wanderer“ nie in Gefahr, die Partie zu verlieren. Thornton konnte zwar auf 4:7 in der Folgezeit verkürzen, mehr war aber für den Schotten nicht drin.
Für Wayne Jones ist es das zweite Viertelfinale bei einem Major Turnier in Folge, bereits in Blackpool konnte er diese Runde erreichen. Jamie Caven – Barrie Bates 10:6 Jamie Caven hingegen steht erst zum zweiten Mal überhaupt in seiner Karriere in dieser Runde bei einem Major Turnier.
Mit einem Average von knapp 100 zeigte „Jabba“ in der Partie gegen Barrie Bates eine seiner besten Leistungen vor TV-Kameras. Bates hatte allerdings die Anfangsphase bestimmt und mit 2:0 und 4:2 geführt. Nun kam Caven richtig ins Spiel und nach vier Legs in Folge für den Engländer war die Partie gedreht.
Caven führte 6:4 und 8:5 und hatte damit genügend Vorsprung, um das Viertelfinale zu erreichen. Gegen Terry Jenkins wird Caven heute den Finaltag in Dinslaken eröffnen.
Raymond van Barneveld – Bernd Roith 10:7
Die Stimmung in der Stadthalle erreichte nun ihren Höhepunkt, denn mit Bernd Roith kam der letzte deutsche Teilnehmer auf die Bühne. Gegen den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld war der Tübinger krasser Außenseiter, doch dies schien ihn nicht großartig zu stören.
Nach Finishes von 101 und 141 bebte die Halle, Roith führte mit 7:5 und es bahnte sich, wie die englischen Kollegen berichteten, eine der größten Sensationen im Dartsport an. Der Deutsche hatte einen frühen 0:2 Rückstand aufholen können und die Partie zum 5:5 ausgeglichen.
„Barney“ verkürzte auf 6:7, bevor im vierzehnten Leg der wohl entscheidende Moment in der Partie bevorstand. Roith vergab drei Darts auf Doppel zu einem möglichen 8:6 und so kippte das Spiel. Van Barneveld glich aus und nutzte den Moment, um insgesamt fünf Legs in Folge zum 10:7 zu gewinnen.
Bernd Roith wurde nach der Partie ausgiebig von den Fans gefeiert, er hatte eine beeindruckende Leistung gezeigt und die gesamte Fachwelt zum Staunen gebracht.
Auch Barney zollte seinem Gegner Respekt: „Das war eines der schwersten Spiele in meiner Karriere. Bernd war die ganze Zeit über so ruhig und dann führte er auch noch 7:5 vor heimischer Kulisse.“
Phil Taylor - Andy Smith 10:5
Phil Taylor ist einen Schritt weiter auf dem Weg zu dritten Titel. Mit einem 10:5 über Andy Smith bleibt „The Power“ weiterhin ungeschlagen, nachdem der Engländer alle bisherigen Ausgaben dieses Events gewinnen konnte.
Smith holte sich das erste Leg und hielt auch bis zum 4:4 gut mit. Doch gegen Legs von 14, 11, 13 und 14 Darts hatte dann auch der „Pie Man“ keine Mittel und Taylor zog davon. Mit einem 11-Darter und einem Average von über 106 spielte sich „The Power“ in das Viertelfinale, wo er nun auf Mark Walsh treffen wird.
Colin Lloyd – Michael van Gerwen 10:6
Ein Platz war nun noch frei in der Runde der Letzten 8 und diesen sicherte sich Colin Lloyd. Die ehemalige Nr. 1 der PDC spielt ein starkes Turnier und ließ sich auch von Michael van Gerwen nicht aus der Bahn werfen. „Jaws“ hatte am Ende einen Average von über 101 und trifft nun auf Ronnie Baxter.
Vor der ersten Pause hatte van Gerwen nach einem 113er Finish im ersten Leg mit 3:2 geführt. Im zweiten Block gewann Lloyd vier von fünf Legs, dies brachte ihm eine 6:4 Führung ein. Der Niederländer konnte die Partie in der Folgezeit offen gestalten, er schaffte aber nie den erneuten Ausgleich.
Bis auf 6:7 kam „Mighty Mike“ heran, doch dann legte Lloyd noch einmal nach und mit einem 90er Finish besiegelte er seinen Erfolg.
Viertelfinale der European Championship:
Terry Jenkins - Jamie Caven
Colin Lloyd - Ronnie Baxter
Phil Taylor - Mark Walsh
Raymond van Barneveld - Wayne Jones
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European Championship 2010, Tag 2
Saturday, 31 July 2010 09:41
NO TRANSLATION AVAILABLE Gleich zum Auftakt wurde am zweiten Tag der 3. PDC European Championship Geschichte geschrieben, denn mit Bernd Roith konnte erstmals in der Geschichte dieses Events ein deutscher Spieler eine Partie gewinnen. Mit Adrian Lewis und James Wade schieden zwei der Mitfavoriten aus, Raymond van Barneveld und Ronnie Baxter mussten alles geben, um ein frühes Aus zu vermeiden.
Heute geht es bereits am Nachmittag mit den ersten Partien der zweiten Runde weiter. SPORT1 ist von 19:30 Uhr bis 23:00 Uhr Live dabei, wenn das Achtelfinale beendet wird.
Bernd Roith – Denis Ovens 6:4
Obwohl Bernd Roith ab der ersten Stunde der PDC Europe dabei war, reichte es erst in diesem Jahr erstmals für ein Spiel vor laufenden Kameras. Denis Ovens war vorgewarnt, der der 50-jährige aus Tübingen hat schon auf der Pro Tour so machen Erfolg gegen Favoriten gefeiert.
Und unter dem Jubel der Fans holte Roith auch die ersten beiden Legs und er blieb auch gelassen, als Ovens zum 2:2 ausgleichen konnte. Als „The Heat“ dann einen Dart auf Doppel zur Führung nicht nutzte, warf Roith ein 152er Finish und brachte den Saal zum überkochen.
Diese Führung verteidigte der Deutsche bis zum 5:4 und er führte nach guten Scores auch im zehnten Leg. Mit einem 80er Finish zog Bernd Roith dann als erster Deutscher in die zweite Runde der European Championship ein, wo er heute Abend gegen Raymond van Barneveld antreten darf.
Robert Thornton – Mark Dudbridge 6:4
Robert Thornton zeigte sich gut erholt von seiner 0:10 Klatsche gegen Gary Anderson beim World Grand Prix. Gegen Mark Dudbridge waren die ersten fünf Legs ausgeglichen, bevor der Schotte das erste Break zum 4:2 schaffte.
„The Thorn“ baute die Führung auf 5:2 aus, doch „The Flash“ kam noch einmal heran und holte die nächsten beiden Legs. Dudbridge war dann nicht besonders zielsicher und vergab vier Chancen zum Ausgleich. So durfte sich Robert Thornton über den Einzug in die zweite Runde freuen.
Wayne Jones – Adrian Lewis 6:3
Mit einer soliden Leistung erreichte auch Wayne Jones das Achtelfinale in Dinslaken. Während der „Wanderer“ überzeugen konnte, zeigte Adrian Lewis eine enttäuschende Leistung. Nachdem der „Jackpot“ bereits in Blackpool eine Erstrundenniederlage einstecken musste, lief es in Dinslaken erneut nicht gut. Nach einem 1:1 Zwischenstand holte sich Jones das erste Break und er steuerte danach sicher in Richtung Sieg.
Michael van Gerwen - Tomas Seyler 6:4
Nun hofften die deutschen Fans natürlich auf einen zweiten Erfolg „ihrer“ Jungs. Tomas Seyler traf auf den jungen Niederländer Michael van Gerwen, der nach einem Schlüsselbeinbrauch sein erstes Spiel nach langer Pause machte.
Doch „Mighty Mike“ zeigte keine Schwäche und spielte eine starke Partie. Bis zum 2:2 war die Partie ausgeglichen, doch dann holte sich van Gerwen zwei Legs in Folge zur 4:2 Führung. Mit einem 63er Finish verkürzte „Shorty“, doch im nächsten Leg verpasste er knapp das Bullseye zum Ausgleich.
Mit einem 96er Finish verkürzte Seyler erneut auf 4:5, doch eine 180 im zehnten Leg brachte van Gerwen weit in Führung und er nutzte diesen Vorteil zum Matchgewinn.
Colin Lloyd – James Wade 6:4
Colin Lloyd hatte vor einer Woche noch ein 2:8 gegen Kevin Painter verspielt, dieses Mal ließ er sich einen Vorsprung nicht nehmen. Mit 4:2 führte „Jaws“ gegen James Wade, doch die Nr. 3 der PDC konnte ausgleichen.
Dieses Mal brach das Spiel von Lloyd nicht zusammen, er antwortete sofort mit einer 180 und brachte sich damit wieder auf Kurs. Lloyd holte sich das 5:4 und traf dann im vierten Versuch die Doppel 14 zum Sieg über den doch leicht favorisierten James Wade.
Raymond van Barneveld – Andy Hamilton 6:5
Auch in Dinslaken hatte „Barney“ viele Fans und die mussten richtig lange um ihr Idol zittern. Der Niederländer holte sich die ersten beiden Legs, doch dann drehte Andy Hamilton auf und gewann vier Legs in Folge.
Vor ein paar Monaten wäre van Barneveld zu so einem Zeitpunkt eingesackt, nach seiner Turnierpause scheint er nun zu alter Stärke zurück zu finden. Die nächsten drei Legs gingen an „Barney“, Hamilton brachte das Spiel aber in das letzte Leg.
Hier hatte van Barneveld den Vorteil, das Leg eröffnen zu dürfen und eine 177 brachte ihn entscheidend nach vorne. Mit einem 11-Darter beendete Raymond van Barneveld die erste Partie, die bei diesem Event über die komplette Distanz ging.
Wes Newton – Colin Osborne 6:4
Die Partie zwischen Wes Newton und Colin Osborne nahm einen ungewöhnlichen Verlauf. Newton holte sich die ersten drei Legs, doch Osborne legte mit vier Durchgängen in Serie nach. Ein Treffer ins Bullseye zum 124er Finish wäre wohl die Vorentscheidung gewesen, doch der „Wizard“ vergab die Chance und Newton glich mit Treffern in der Doppel 5 und Doppel 15 aus.
Nachdem Osborne ein 130er Finish auf Doppel 5 knapp verpasste, holte sich Newton die Führung zurück und mit einem 68er Finish machte „Av it“ den Sack zu.
Ronnie Baxter – Alan Tabern 6:5
In der letzten Partie des Abends ging es noch einmal über die komplette Distanz. Tabern warf im zweiten Leg ein 141er Finish und führte mit 4:1. Die nächsten drei Legs gingen an Baxter, er vergab anschließend aber drei Darts zur ersten Führung und Tabern machte das 5:4 mit einem 100er Finish. Mit einem sicheren 79er Finish glich „The Rocket“ aus und im letzten Leg warf der Engländer ein schönes 126er Bullfinish zum Matchgewinn.
Heute geht es in der Stadthalle Dinslaken mit den folgenden Partien in zwei Sessions weiter:
Nachmittags-Session:
Mark Walsh - Jelle Klaasen
Terry Jenkins - Simon Whitlock
Ronnie Baxter - Wes Newton
Wayne Jones - Robert Thornton
Abend-Session:
Barrie Bates - Jamie Caven
Raymond van Barneveld - Bernd Roith
Phil Taylor - Andy Smith
Colin Lloyd - Michael van Gerwen
European Championship 2010, Tag 1
Friday, 30 July 2010 10:16
NO TRANSLATION AVAILABLE Vier Tage lang steht Dinslaken im Mittelpunkt des Dartgeschehens. Die 32 besten Dartspieler des Jahres ermitteln bei der dritten European Championship ihren neuen Titelträger. Bravo überträgt das Ereignis aus der Stadthalle Dinslaken weltweit, die deutschen Fans werden Live von SPORT1 bestens versorgt.
Neben den Übertragungen gibt es alle Informationen und Interviews rund um das Event. Auch am heutigen Freitag ist SPORT1 in der Zeit von 21:45 Uhr bis 0.00 Uhr Live dabei, wenn die erste Runde der European Championship beendet wird. Die ersten acht Partien sind bereits am Donnerstag gespielt worden. Die Stadthalle Dinslaken war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stimmung war vom ersten Dart an hervorragend.
Andy Smith – Paul Nicholson 6:3
Paul Nicholson und Andy Smith hatten die Ehre, die European Championship am Niederrhein eröffnen zu dürfen. Gespannt war man auf die Leistung von Nicholson, der Australier hatte im Januar sensationell das Finale der Players Championship gewonnen, doch in der Folgezeit knüpfte er selten an diese Leistungen an.
Andy Smith hingegen wurde im Laufe des Jahres immer sicherer und belegte dies durch einen Erfolg beim PDC Europe Event in Haarlem Mitte Juni. Beide Spieler agierten besonders nervös, wenn es auf die Doppel ging. Vielleicht hemmte die Aussicht auf eine mögliche Zweitrundenpartie gegen Phil Taylor die Akteure? Smith, der unter anderem ein 120er Finish zum 2:2 werfen konnte, war dann der etwas sicherere Spieler und er holte sich den Sieg mit einer Doppel 16. Nicholson hätte diese Partie durchaus gewinnen können, er hatte aber viel zu viele Fehlwürfe in den entscheidenden Phasen der Partie.
Mark Walsh – Antonia Alcinas 6:3
Der Spanier Antonio Alcinas hatte dann in der zweiten Partie des Abends seine Premiere auf einer großen Bühne. Gegen Mark Walsh zeigte er, warum er in Haarlem das Viertelfinale erreicht hatte und warum er sich souverän über die European Order of Merit für dieses Event qualifizierte.
Nach einem 0:2 Rückstand gewann Alcinas drei Legs in Folge und spielte dabei auch ein schönes 160er Finish zur Führung. Nun belegte Mark Walsh, warum er die Nr. 8 der PDC ist, und drehte die Partie noch. Auch wenn er nun vier Legs in Serie zum Einzug in die zweite Runde gewann, zollte er seinem Gegner den nötigen Respekt für eine engagierte Partie.
Terry Jenkins – Andree Welge 6:4
Nun wurde es Zeit für den ersten von drei deutschen Teilnehmern. Beide Spieler hatten noch nie eine Partie bei der European Championship gewonnen und es wurde ein spannendes Spiel. Welge holte sich das erste Leg, doch Jenkins antwortete mit sicheren Finishes von 121 und 78.
Als der Engländer das erste Mal Probleme auf Doppel hatte, war Welge zur Stelle und glich die Partie aus. Trotzdem erspielter sich „The Bull“ einen 4:2 Vorsprung. Doch der Deutsche wollte seine Fans, die ihn lautstark unterstützten, nicht enttäuschen und kämpfte sich noch einmal zurück.
Welge glich zum 4:4 unter dem Jubel der Zuschauer aus und eröffnete das neunte Leg mit fünf perfekten Darts. Der sechste Dart auf dem Weg zum perfekten Spiel prallte dann leider vom Board ab. Welge hatte zwei Darts auf Doppel zur erneuten Führung, er nutzte sie leider nicht und wurde von Jenkins bestraft, der das Bullseye sicher zum 81er Finish traf. Nach Scores von 140 und 180 im nächsten Leg war der Vorsprung von Jenkins leider zu groß und Andree Welge musste sich geschlagen geben.
Simon Whitlock – Dennis Priestley 6:3
Es folgte das Duell zweier Sympathieträger. Simon Whitlock gehört zu den beliebtesten Dartspielern auf der Tour und die Legende Dennis Priestley hat auch in Deutschland zahlreiche Fans. Der Australier warf gleich im ersten Leg seine erste von fünf 180er und holte sich diesen Durchgang auch sicher.
Priestley glich sofort aus, verpasste dann aber einen Dart auf Doppel 12 zum Break. Whitlock holte sich dieses Leg und der „Wizard“ zog dann gleich auf 5:1 davon. Priestley, der vor wenigen Tagen 60 Jahre alt wurde, verkürzte noch einmal, doch der Anstand war zu groß, als dass er die Partie noch einmal drehen konnte.
Jamie Caven – Gary Anderson 6:2
Gary Anderson hatte schon in Blackpool Probleme mit der Schulter. In Dinslaken half dem Schotten dann auch der Wechsel der Darts nicht viel, auch wenn er die ersten beiden Legs gewinnen konnte. Die Schmerzen schienen ihn dann doch zu sehr zu behindern, denn Jamie Caven holte sich nun sechs Legs in Folge zum Sieg.
Trotz der gesundheitlichen Probleme soll der Erfolg von Caven keineswegs geschmälert werden, „Jabba“ zeigte eine souveräne Vorstellung und gewann verdient das Spiel und wurde direkt nach dem Erfolg von seiner Ehefrau mit einem Kuss belohnt.
Phil Taylor – Co Stompé 6:2
Nun konnte man die Anspannung unter den Fans spüren, denn der Auftritt von Phil Taylor stand auf dem Programm. „The Power“ war gewarnt, der zweimalige Titelträger hat zwar noch nie eine Partie bei einer European Championship verloren, doch er musste bereits einmal in Deutschland bei der German Darts Championship 2008 eine Niederlage gegen Co Stompé einstecken.
Und der Niederländer zeigte auch dieses Mal eine starke Leistung und hielt in den ersten sechs Legs gut mit. Es wehte schon ein kleiner Hauch von Sensation durch den Saal, doch der „Matchstick“ nutzte drei Darts auf Doppel zum 3:3 nicht und dies geht gegen Phil Taylor selten gut. „The Power“ machte das 4:2 und war im Anschluss nicht mehr zu halten.
Jelle Klaasen – Vincent van der Voort 6:4
Nun mussten die Zuschauer besonders aufmerksam zuschauen, denn es folgte die Partie der beiden schnellsten Darter im Feld. Klaasen kam mit einem fünften Platz aus Blackpool nach Dinslaken und wollte den guten Lauf natürlich ausbauen. Doch sein niederländischer Freund hatte etwas dagegen und van der Voort führte nach einem 103er Finish mit 3:1.
Es folgte ein 142er Finish von Klaasen mit zweimal Treble 17 und dieses läutete die Wende ein. Der „Matador“ erspielte sich eine 4:3 Führung und checkte dann auch 92 sicher zum Matchgewinn.
Barrie Bates – Mervyn King 6:3
Zum Abschluss des ersten Tages schied dann mit Mervyn King der erste Topspieler aus. Barrie Bates hatte bereits bei der World Matchplay eine starke Leistung gegen Phil Taylor gezeigt und der Waliser legte gleich nach. Mit sicheren Scores und Finishes erspielte sich Bates eine 5:0 Führung.
Kurz bevor es dann aber den ersten Whitewash der Veranstaltung gab traf King das Bullseye zum 124er Finish. Der Engländer checkte dann auch sicher 70 und 84 zum 3:5 und war auf dem besten Weg, mit einem zweiten Break weiter zu verkürzen. Er nutzte drei Chancen auf Doppel nicht und Bates war mit einem 84er Finish zum Match zur Stelle.
Heute stehen acht weitere Partien auf dem Programm, darunter der erste Auftritt der Mitfavoriten Raymond van Barneveld und James Wade. Mit Tomas Seyler und Bernd Roith versuchen zwei weitere deutsche Spieler den Sprung in die zweite Runde.
Heute spielen:
Bernd Roith - Denis Ovens
Mark Dudbridge - Robert Thornton
Adrian Lewis - Wayne Jones
Tomas Seyler - Michael van Gerwen
James Wade - Colin Lloyd
Raymond van Barneveld - Andy Hamilton
Colin Osborne - Wes Newton
Ronnie Baxter - Alan Tabern
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